Unsere Kläranlagen
Der Abwasserverband Freigericht betreut die beiden Kläranlagen Niedermittlau und Neuenhaßlau. Im Einzugsgebiet der Kläranlagen leben insgesamt etwa 30.000 Menschen, deren Abwässer den beiden Abwasserreinigungsanlagen (ARA) über Kanalsammler zugeleitet werden. Jährlich werden auf beiden Abwasserreinigungsanlagen bis zu 5 Millionen Kubikmeter Abwässer gereinigt.
Weiterhin betreibt der AVF ein großes Pumpwerk in Meerholz (ehemalige Kläranlage Hailer/Meerholz ARA III) und unterhält 35 Entlastungsanlagen (Regenrückhaltebecken, Stauraumkanäle) und 26 Kilometer Kanalsammler und Druckleitungen.
pro Jahr Schmutzwassermenge
Abwasser pro Jahr
Entlastungsanlagen (Regenrückhaltebecken, Stauraumkanäle)
Kanalsammler und Druckleitungen
Kläranlage Niedermittlau (ARA II)
Um die Anforderungen der verschärften gesetzlichen Auflagen nachzugehen und langfristig zu meistern, waren und sind beträchtliche Investitionen in die Instandhaltung, Sanierung und Neuerrichtung von Kanalisationssystemen und Kläranlagen erforderlich.
So wurde auch der Abwasserverband Freigericht dazu verpflichtet, große Summen in die Abwassertechnik zu investieren.
Die Kläranlage Niedermittlau wurde 2005 bis 2007 mit einem Investitionsvolumen von über 10 Mio. EURO an die notwendigen Erfordernisse angepasst. Das Land Hessen unterstützte den Um- und Erweiterungsbau seinerzeit mit einer Zuweisung in Höhe von 1.863.000 EURO.
In der Kläranlage Niedermittlau werden die Abwässer von Bürgern der Freigerichter Ortsteile Horbach, Altenmittlau und Bernbach, der Hasselrother Ortsteile Niedermittlau und Bahnhofssiedlung Niedermittlau sowie der Gelnhäuser Stadteile Hailer und Meerholz übernommen und behandelt. Dies entspricht einer zu reinigenden Schmutzwassermenge von ca. 1.600.000 Kubikmetern pro Jahr.
Kläranlage Neuenhaßlau (ARA I)
Durch die zunehmende Industrialisierung im Rhein-Main-Gebiet wurde auch Neuenhaßlau zum gefragten Wohnort. Die Arbeitsplätze sind durch Kreis,- und Landstraßen gut zu erreichen. Die Einwohnerzahl stieg von 1959 von 1668 auf heute über 3100 an. Am 01.07.1974 schlossen sich die Ortschaften Neuenhaßlau, Gondsroth und Nierdermittelau im Zuge der Gebietsreform zur Großgemeinde Hasselroth zusammen.
Pumpstation Hailer-Meerholz
Lageplan (ARA II)
In der Kläranlage Niedermittlau werden die Abwässer von Bürgern der Freigerichter Ortsteile Horbach, Altenmittlau und Bernbach, der Hasselrother Ortsteile Niedermittlau und Bahnhofssiedlung Niedermittlau sowie der Gelnhäuser Stadteile Hailer und Meerholz übernommen und behandelt. Dies entspricht einer zu reinigenden Schmutzwassermenge von ca. 1.600.000 Kubikmetern pro Jahr.
Zulaufmengenmessung
Rechengebäude
Sandfang
Sandbehandlungsgebäude
Verteiler
Kombibecken 1
Kombibecken 2
Maschinenhaus Belebung
RS-ÜS-Pumpwerk
Zulaufpumpwerk
Ablaufmengenmessung
Maschinelle Schlammeindickung
Faulturm / Faulung
Rohschlammspeicher
Nacheindicker
BHKW-Heizung
Fettannahme / Fettspeicher
Gefahrstofflager
Gasflaschenlager
Materiallager
Gasentwässerungsschacht
Gasspeicher
Gasfackel
Sandumschlagstation
Sandumschlag - Pumpwerk
Fällmittelbehälter
Kalksilo
Schwimmschlamm - Pumpwerk
Zentratwasser - Pumpwerk
Schlammentwässerung
Schlammstapelbehälter
Betriebsgebäude
Gastank
Abluftfilter
Zentratspeicher
Beiträge zu den Kläranlagen
Arbeiten in völliger Dunkelheit – Reparatur und Wartung des FaulturmsEinblicke in eine der härtesten Aufgaben beim AVF: Die Inspektion und Reparatur im Inneren des Faulturms bei völliger Dunkelheit und unter strengsten Sicherheitsauflagen.
Klimaschutzprojekt Austausch der Schnecke 1 der Kläranlage NeuenhaßlauDer AVF modernisiert die Kläranlage Neuenhaßlau. Durch den Austausch von Schnecke 1 senken wir den Energieverbrauch und leisten einen Beitrag zum Klimaschutz.
Wie funktioniert eine Kläranlage? Technik & Umweltschutz beim AVFVom Einlaufhebewerk bis zum grünen Strom: Erfahren Sie, wie der Abwasserverband Freigericht mit moderner Technik täglich unser Wasser reinigt und Energie gewinnt.
Austausch der alten Rücklaufschlammpumpen in der Kläranlage NeuenhaßlauAustausch der alten Rücklaufschlammpumpen gegen neue geregelte Hocheffizienzpumpen mit Frequenzumrichter in der Kläranlage Neuenhaßlau
Energieeffizienz und Umwelt
Der Abwasserverband Freigericht befasst sich seit Jahren mit dem Thema der rationellen Energieanwendung sowie der Energieeinsparung bei den durch den Verband betriebenen Kläranlagen und Außenbauwerken. So konnte im Laufe der letzten Jahre ein erheblicher Teil des erforderlichen Energiebedarfs für die Anlagen vermindert werden. Dies erfolgte im laufenden Betrieb durch eine Steigerung der Energieeigenproduktion sowie durch eine Reduktion des Energiebedarfs. Der AV Freigericht hat zu Beginn seiner Anstrengungen eine Energieeffizienzanalyse für die beiden Kläranlagen in Auftrag gegeben. Wesentliche Einsparpotenziale konnten durch die Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen generiert werden, was zu einem stetigen Rückgang des Energiebedarfs der Kläranlagen führte.
Neben den bereits erfolgten Energieeinsparungen wurde im Rahmen einer Förderung die Nachrüstung von Vorklärungen für die beiden Kläranlagen Niedermittlau und Neuenhaßlau beantragt und seitens des Fördermittelgebers bewilligt. Das Projekt „Umbau der Kläranlage Niedermittlau des AV Freigericht in eine energieautarke Kläranlage“ gilt als innovatives Leuchtturmprojekt, da durch Querschnitts- sowie neuartige Technologien bei Kläranlagen mit fehlender Vorklärung und anaerober Schlammbehandlung in Form einer Faulung das energetische Potenzial des Primärschlammes gehoben werden soll. Die Nachrüstung der beiden Vorklärungen wurde im Jahr 2019 abgeschlossen. Die steigende Klärgasproduktion durch die Verwertung des Energiegehaltes des Primärschlammes beider Kläranlagen wird dazu führen, dass die Kläranlage Niedermittlau nahezu energieautark betrieben werden kann.
Im weiteren Verlauf der stetigen Optimierung der Kläranlage Neuenhaßlau wird eine Schneckenpumpe im Zulauf der Kläranlage durch eine neue energieeffizientere Rohrschneckenpumpe ersetzt. Die Maßnahme wird durch das Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundes Umweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgas Emissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.