Arbeiten in völliger Dunkelheit – Reparatur und Wartung des Faulturms

Kläranlage

Arbeiten in völliger Dunkelheit: Wartung im Herzen der Anlage

Der Faulturm ist das Kraftzentrum unserer Kläranlage. Hier entsteht das Biogas, das wir in Strom und Wärme umwandeln. Doch was passiert, wenn die Technik im Inneren – tief unter dem Schlammspiegel – gewartet werden muss? Dann beginnt einer der anspruchsvollsten Jobs in der Abwasserwirtschaft.

Die Bedingungen: Nichts für schwache Nerven

Ein Faulturm ist ein abgeschlossenes System. Im Inneren herrscht nicht nur absolute Dunkelheit, sondern auch eine sauerstofffreie Atmosphäre. Das bedeutet für unsere Spezialteams:

  • Vollschutz: Einstieg nur mit gasdichten Anzügen und externer Luftversorgung.

  • Sicherung: Jede Bewegung wird von oben überwacht; die Arbeiter sind zweifach gesichert.

  • Null Sicht: Selbst mit stärksten Scheinwerfern ist die Sicht durch Dämpfe und Rückstände oft minimal.

Was wird gemacht?

Bei der aktuellen Wartung stehen die mechanischen Komponenten im Fokus. Rührwerke, die den Schlamm in Bewegung halten, und die internen Heizsysteme müssen auf Verschleiß geprüft werden. Da der Turm für diese Arbeiten nicht immer komplett geleert werden kann, ist es eine Arbeit auf engstem Raum unter extremen physikalischen Belastungen.

Warum dieser Aufwand?

Jeder Tag Stillstand im Faulturm bedeutet weniger Biogas und damit höhere Energiekosten. Eine präzise Wartung sichert:

  1. Die Energieautarkie: Nur ein funktionierender Turm liefert die nötige Menge Methan für unser BHKW.

  2. Betriebssicherheit: Wir verhindern teure Havarien durch frühzeitiges Erkennen von Materialermüdung.

Fazit: Diese Arbeiten finden im Verborgenen statt, sind aber essenziell, damit die Kläranlage Freigericht wirtschaftlich und ökologisch stabil läuft.

Fotos der Reperatur und Wartungsarbeiten